Prävention in St. Vitus

Kontakt: Jasmin Rifert-Plogmann Gemeindereferentin und Präventionsfachkraft

Tel: 02372 – 913-9152

E-Mail: plogmann@vitus-hemer.de

 

 

„Jesus stellte ein Kind in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte zu ihnen: Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf.“ (Mk 9, 36f.)

 

 

Jesus liebte Kinder, das zeigt uns das Zeugnis der Heiligen Schrift. In der Zuwendung zu den Kindern, begegnen wir ihm selbst. Jesus weiß, dass Kinder, aber auch andere Menschen eine besondere Aufmerksamkeit brauchen, einen besonderen Schutz, denn sie sind die Schwächsten unserer Gesellschaft. Daher ist es unsere Pflicht als Christen, Kinder, Jugendliche und schutzbedürftige Erwachsene in den Mittelpunkt zu stellen und achtsam mit ihnen umzugehen. Mit dem nun vorliegenden institutionellen Schutzkonzept unseres Pastoralverbundes wollen wir dem Auftrag Jesu gerecht werden, Kinder, Jugendliche und schutzbefohlene Menschen in den Fokus unserer Aufmerksamkeit zu stellen, im Bewusstsein, dass gerade ihnen, wie es Jesus sagt, das Reich Gottes gehört. (vgl. Mk 10,14f.)

 

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Prävention ISK St. Vitus

Studie zur Aufarbeitung der Missbrauchsfälle im Erzbistum Paderborn

Die Universität Paderborn hat am 12. März 2026 die unabhängige Studie zum Missbrauch im Erzbistum Paderborn veröffentlicht. Die Studie wurde vom Erzbistum Paderborn 2019 beauftragt. 2018 hatte die bundesweite MHG-Studie das Ausmaß des Missbrauchs innerhalb der Katholischen Kirche in Deutschland deutlich gemacht. Daraufhin haben viele deutsche Bistümer unabhängige Studien initiiert, um sexuellen Missbrauch in ihren Diözesen aufzuarbeiten – so auch das Erzbistum Paderborn.

Seit 2020 hat die unabhängige Studie die Amtszeiten der früheren Paderborner Erzbischöfe Lorenz Jaeger und Johannes Joachim Degenhardt (1941–2002) untersucht. Das Projekt wurde geleitet von Professorin Dr. Nicole Priesching und Dr. Christine Hartig, beide vom Lehrstuhl für Kirchen- und Religionsgeschichte. 2023 wurde das Forschungsprojekt um die Amtszeit von Erzbischof em. Hans-Josef Becker (2003–2022) erweitert – die Ergebnisse dieses Teilprojekts werden voraussichtlich 2027 publiziert.

Auf der Grundlage umfangreicher Archivanalysen und durch Interviews mit Betroffenen und Zeitzeugen hat die Studie das Ausmaß des Missbrauchs, Gewalterfahrungen der Betroffenen, Reaktionen kirchlicher Verantwortlicher sowie strukturelle Bedingungen innerhalb der Kirche aufgearbeitet. Im Teilprojekt zur Amtszeit von Erzbischof em. Becker werden auch die Umsetzung und Wirkung des 2002 initiierten Verfahrens zum Umgang der Kirche mit Betroffenen, die Selbstorganisation der Betroffenen und Änderungen in der medialen Berichterstattung berücksichtigt.

 

Übersicht Informations- und Dialogangebote

Die Ergebnisse der Studie bewegen Menschen auf unterschiedliche Weise. Deshalb bietet das Erzbistum Paderborn vielfältige Informations- und Dialogformate an.

Hotlines

Mitarbeitende des Erzbistums sind über verschiedene Hotlines erreichbar:

  • Zentrale Gesprächshotline zur Studie: 05251-125-4444
    Am 12.03. von 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr; vom 13.03. bis 26.03.2026 (inkl. der Wochenenden) 10 – 20 Uhr
  • Beschwerde- und Dialoghotline: 05251-125-1125
  • Telefonseelsorge: 0800 / 111 0111 oder 0800 / 111 0222, www.telefonseelsorge.de
  • Hotline für Medienanfragen und Pressekontakt: 05251-125-1558, pressestelle@erzbistum-paderborn.de

Anlaufstellen und Hilfsangebote

  • Bei Fragen zur Aufarbeitung und bei allen Meldungen von Betroffenen hilft das Team Intervention im Erzbischöflichen Generalvikariat weiter: 05251-125-1702, intervention@erzbistum-paderborn.de.
  • Unabhängige Ansprechpersonen: Gabriela Joepen, 0160 / 702 41 65, gabriela.joepen@ap-paderborn.de, Paderborn
    Dr. Martin Rehborn, 0170 844 50 99, missbrauchsbeauftragter@rehborn.com, Dortmund
  • Der Beauftragte für den Missbrauch geistlicher Autorität steht für Anfragen zur Verfügung: 05251 125-1289, fromme@erzbistum-paderborn.de.
  • Anliegen zum Thema Prävention beantwortet das Team Prävention: erzbistum-paderborn.de/praeventionsarbeit.
  • Menschen, die sexualisierte Gewalt erlitten haben, finden eine Übersicht über Kontaktpersonen unter erzbistum-paderborn.de/anlaufstellen-betroffene.

Betroffene können zudem Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen – von der Seelsorge für Betroffene und ihre Angehörigen, über Hilfe bei der Therapieplatzsuche bis hin zur Beratungsformaten.

Homepage und Infobroschüre

Über Hilfsangebote für Betroffene und über die Aufarbeitung im Erzbistum Paderborn informieren die Themenseiten unter www.erzbistum-paderborn.de/aufarbeitung. Die Broschüre „Informationen zum Umgang mit und zur Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch im Erzbistum Paderborn“ kann ergänzend im Shop des Erzbistums bestellt werden (https://shop.erzbistum-paderborn.de/).

Regionalveranstaltungen

Bei Regionalveranstaltungen in Dortmund, Schmallenberg und Rheda-Wiedenbrück geht die Bistumsleitung vom 15.-17. März 2026 gemeinsam mit der Betroffenenvertretung und dem Interventionsbeauftragten Thomas Wendland mit allen Interessierten in Austausch über die Studie. Berichte von den Veranstaltungen stehen ab dem 16. März online unter erzbistum-paderborn.de zur Verfügung und können zum Verlinken genutzt werden.

  • Sonntag, 15. März 2026, 18 Uhr, Dortmund (Kongresszentrum, Goldsaal)
  • Montag, 16. März 2026, 19 Uhr, Schmallenberg (Stadthalle, Großer Saal)
  • Dienstag, 17. März, 19 Uhr, Rheda-Wiedenbrück (A2 Forum, Kleiner Festsaal).

 

Beratung vor Ort

Gemeinden, die von Fällen sexualisierter Gewalt betroffen sind, die in der Studie beschrieben sind, können Begleitung durch das Team Intervention, die Beratungsdienste und das Team Presse des Erzbischöflichen Generalvikariats in Anspruch nehmen.

 

Liebe Gemeindemitglieder,

am heutigen 12. März 2026 veröffentlicht die Universität Paderborn die unabhängige Studie zum Missbrauch im Erzbistum Paderborn. Die Ergebnisse der Studie werden auch Sie womöglich emotional belasten – im Rahmen Ihres kirchlichen Engagements oder auch im privaten Umfeld. Es ist uns wichtig, Sie mit den Studienergebnissen nicht allein zu lassen. Deshalb finden Sie an dieser Stelle einen ersten Überblick über die Auseinandersetzung des Erzbistums Paderborn mit der Studie.

Ein Forschungsteam vom Lehrstuhl für Kirchengeschichte und Religionsgeschichte an der Universität Paderborn hat die unabhängige Studie seit 2019 erarbeitet. Untersucht wurden die Amtszeiten der Erzbischöfe Lorenz Jaeger und Johannes Joachim Degenhardt (1941-2002). Ein Großteil der bekannten Missbrauchsfälle im Erzbistum Paderborn fällt in diesen Zeitraum. 2023 wurde die kirchenhistorische Studie um die Amtszeit von Erzbischof em. Hans-Josef Becker (2003-2022) erweitert – die Ergebnisse dieses Teilprojekts werden voraussichtlich 2027 veröffentlicht.

Am Tag nach der Präsentation durch die Universität wird das Erzbistum Paderborn am Freitag, 13. März 2026, um 11:30 Uhr die Studie auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit der Unabhängigen Betroffenenvertretung einordnen. Sie können die Pressekonferenz via Live-Stream mitverfolgen – den Zugangslink finden Sie am 13. März auf erzbistum-paderborn.de.

In den Tagen nach der Veröffentlichung der Studie wird es drei regionale Veranstaltungen geben, zu denen auch Sie herzlich eingeladen sind. Die Bistumsleitung, der Interventionsbeauftragte Thomas Wendland sowie Mitglieder der Betroffenenvertretung gehen dort mit allen Interessierten in den Dialog:

  • Sonntag, 15. März 2026, 18 Uhr, Dortmund (Kongresszentrum, Goldsaal)
  • Montag, 16. März 2026, 19 Uhr, Schmallenberg (Stadthalle, Großer Saal)
  • Dienstag, 17. März 2026, 19 Uhr, Rheda-Wiedenbrück (A2 Forum, Kleiner Festsaal).

Auf der Website des Erzbistums Paderborn finden Sie auf den Themenseiten unter www.erzbistum-paderborn.de/aufarbeitung weiterführende Informationen zur unabhängigen Aufarbeitung sowie Ansprechstellen, Beratungs- und Hilfsangebote für Betroffene von sexualisierter Gewalt. Seit Ende Februar ist die Broschüre „Informationen zum Umgang mit und zur Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch im Erzbistum Paderborn“ gedruckt und digital verfügbar – sie kann im Shop des Erzbistums bestellt werden (https://shop.erzbistum-paderborn.de/). Die Broschüre bietet einen kompakten Überblick zum Thema und ermöglicht über QR-Codes eine Vertiefung auf den Themenseiten.

Wir hoffen, dass Sie mit diesen ersten Informationen gut auf die Veröffentlichung der Studie am 12. März zugehen können. Wenn Sie unsicher sind oder Fragen haben, kommen Sie gern auf das Pastoralteam zu.

 

Ihr

Andreas Schulte, Dechant



Die Universität Paderborn hat angekündigt, die unabhängige kirchenhistorische
Studie zum Missbrauch im Erzbistum Paderborn am Donnerstag, 12. März 2026, zu veröffentlichen.

Die Ergebnisse der Studie werden auch in unserem Pastoralen Raum viele Gläubige in Ihrem Dienst und Engagement sowie persönlich auf unterschiedliche Weise bewegen.

Untersucht wurden die Amtszeiten der Erzbischöfe Lorenz Jaeger und Johannes Joachim Degenhardt (1941-2002). Ein Großteil der bekannten Missbrauchsfälle im Erzbistum Paderborn fällt in diesen Zeitraum. 2023 wurde die kirchenhistorische Studie um die Amtszeit von Erzbischof em.

Hans-Josef Becker (2003-2022) erweitert – die Ergebnisse dieses Teilprojekts werden voraussichtlich 2027 veröffentlicht.
Am Tag nach der Präsentation durch die Universität wird das Erzbistum Paderborn am Freitag, 13. März 2026, um 11.30 Uhr die Studie auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit der Unabhängigen Betroffenenvertretung einordnen.

Unmittelbar nach Veröffentlichung der Studie wird es drei regionale Veranstaltungen in der Fläche des Erzbistums geben.

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, seine Generalvikare Dr. Michael Bredeck und Thomas Dornseifer, der Interventionsbeauftragte Thomas Wendland sowie Mitglieder der Betroffenenvertretung werden dort mit Interessierten in den Dialog gehen:

• Sonntag, 15. März 2026, 18 Uhr, Dortmund (Kongresszentrum, Goldsaal)
• Montag, 16. März 2026, 19 Uhr, Schmallenberg (Stadthalle, Großer Saal)
• Dienstag, 17. März, 19 Uhr, Rheda-Wiedenbrück (A2 Forum, Kleiner Festsaal).

Weiteregeplante Informations-, Kontakt- und Dialogmöglichkeiten werden noch bekanntgegeben.

Aktuelle Informationen bündeln auf der Website des Erzbistums die neuen Themenseiten „Hilfe bei Missbrauch“. Die Seiten informieren umfassend über die Kontakt-,Beratungs- und Hilfsangebote für Betroffene sowie den aktuellen Stand der Aufarbeitung im Erzbistum  

Wir hoffen, dass Sie sich mit diesen ersten Informationen und den angekündigten Unterstützungsangeboten gut informiert fühlen.

16.09.2020  Pressemitteilung

 

Studie: Missbrauchsfälle im Erzbistum Paderborn sollen aufgearbeitet werden

Zeitzeuginnen und Zeitzeugen gesucht

 

Das Thema sexueller Missbrauch hat im inner- und außerkirchlichen Raum heftige Debatten ausgelöst. Wesentliche Fragen sind aber weiterhin offen. Vor diesem Hintergrund hat das Erzbistum Paderborn die Universität Paderborn mit einer historischen Studie beauftragt. Prof. Dr. Nicole Priesching und Dr. des. Christine Hartig suchen daher Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die als Minderjährige sexuelle Gewalt von Klerikern erlebten oder von sexuellen Übergriffen Kenntnis hatten. Zentrales Anliegen der Studie ist es, die Machtbeziehungen und Strukturen herauszuarbeiten, die sexuellen Missbrauch fördern und Aufklärung verhindern.

 

„In schriftlichen Quellen spielt die Perspektive der Betroffenen eine untergeordnete Rolle. Es existiert nur geringes Wissen darüber, wie die Kirchenleitung und die Gemeinden auf Vorwürfe zu einzelnen Priestern reagierten, wo betroffene Kinder und Jugentliche Hilfe fanden und wo ihnen Unterstützung versagt wurde. Auch über viele Beschuldigte, über ihr Vorgehen und über die kirchliche Umgangsweise mit ihnen geben schriftliche Quellen oft nur wenig Auskunft“, erklärt Hartig.

 

Zur Beantwortung dieser Fragen sei nicht allein die Kenntnis von besonders schweren Taten wichtig, so die Wisssenschaftlerin weiter. „Vielmehr tragen die Erinnerungen jeder und jedes Einzelnen an sexuelle Gewalt durch Kleriker dazu bei,ein genaues Bild über die Taten und ihre Hintergründe zu zeichnen. Auch Betroffene, die selbst kein Interview geben möchten, können dem Projekt persönliche Dokumente zur Verfügung stellen, die im Zusammenhang mit sexueller Gewalt durch Kleriker entstanden“, ergänzt Hartig.

 

Dem Persönlichkeitsschutz der Betroffenen kommt höchste Priorität zu. Die Mitarbeitenden am Forschungsprojekt sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Alle Informationen werden anonymisiert. Die Projektbeteiligten arbeiten unabhängig vom Erzbistum. Ergebnisse werden der Öffentlichkeit nach Ende der Studie in Buchform vorgestellt.

 

Das auf drei Jahre angelegte Projekt „Missbrauch im Erzbistum Paderborn – Eine kirchenhistorische Einordnung. Die Amtszeiten von Lorenz Jaegerund Johannes Joachim Degenhardt (1941 – 2002)“ ist bereits Mitte Februar gestartet. Die Studie soll Erkenntnisse zum Umfang des Missbrauchs, über die Gewalterfahrungen der Betroffenen und die daraus resultierenden Folgen für ihren weiteren Lebensweg sowie zu den Umgangsweisen der Verantwortlichen liefern.

 

Betroffene erreichen Dr. des. Christine Hartig von Montag bis Mittwoch telefonisch unter 05251-60-4432 oder per Mail an christine.hartig(at)uni-paderborn(dot)de. Auch der postalische Weg ist möglich: Christine Hartig, Universität Paderborn, Institut für Kirchen- und Religionsgeschichte, Warburger Str. 100 in 33098 Paderborn.

 

 

Quelle: https://www.uni-paderborn.de/nachricht/94364 (Zugriff am 17.05.2021)